Home Schooling funktioniert? JA, weil Video-Konferenzsysteme helfen.

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Das Coronavirus hat Video-Konferenzsysteme zu einem Hype verholfen. Eine Auswahl an Kollaborations-Tools hilft dabei, digitales Home Schooling zu ermöglichen.

„Das Virus hat uns alle ins kalte Wasser geworfen. Und ich bin jetzt darauf gekommen, dass ich nicht schwimmen kann“, erzählt eine Pädagogin, die die ersten digitalen Schritte knapp vor der Schulschließung machte.

Die entscheidende Frage, die sofort daran geknüpft wird, ist: „Aber welche digitalen Tools sind die richtigen, damit das Arbeiten und Lernen zu Hause auch produktiv bleibt? Worauf sollten Schulen achten, wenn sie nach geeigneten Programmen für Videokonferenzen, dem digitalen Austausch von Daten oder nach Chat-Tools suchen?“

Viele Aspekte sind dabei zu beachten. So geht es nicht nur um Userfreundlichkeit in der Bedienung, es geht auch um Datensicherheit, um gute Video- und Audio-Übertragungen und nicht zuletzt um ein leistungsfähiges Internet (WLAN von Magenta).

Drei Bereiche müssen mit digitalen Tools abgedeckt werden:

1. Kommunikations-Tool:

Ist das Tool bekannt? Ist es einfach zu bedienen? Gibt es Unterstützung, die schnell hilft und wird die Software laufend gewartet? Kann auch mit anderen Programmen interagiert werden? Kann das Tool optimal die Aufgabenstellung auf Seite der PädagogInnen und SchülerInnen erleichtern? Und ist die Datensicherheit gewährleistet?“

Bewährte Programme:

ZOOM: Das Programm unterstützt Videokonferenzen zwischen zwei TeilnehmerInnen, aber auch innerhalb eines ganzen Teams bzw. einer Klasse. Die PädagogInnen können wählen, ob sie ihren kompletten Bildschirm oder einzelne Bereiche freigeben. Auch SchülerInnen können ihre Ergebnisse zeigen. (kostenlose Version für 40 Minuten)

SLACK: Die Kommunikation eines gesamten Teams, einer Klasse oder Schule kann über Slack zusammenführt werden: Chat-Programm, Dropbox, Google Hangouts, Telefon- und Videokonferenzen sind möglich. Wird jedoch nur selten eingesetzt.

MICROSOFT TEAMS: Teams gehört zu Office 365, Schullizenzen sind dafür vorhanden.

GOOGLE: Google Classroom eröffnet eine gemeinsame virtuelle Arbeitsumgebung an, an der alle SchülerInnen teilnehmen können. Termine und Dokumente werden verwaltet. Chat und Videotelefonie sind möglich.

2. Projektmanagement-Tool

TRELLO: Warum eine Wissensdatenbank? Eine Wissensdatenbank ist für Home Schooling (Distance Learning), sinnvoll, da immer wieder ähnliche Fragen oder Probleme auftauchen. Sie zu speichern, gut zu beschlagworten und stets aktuell zu halten, erscheint zunächst aufwändig, lohnt sich aber, da kein Wissen mehr verloren geht. Auch dann nicht, wenn PädagogInnen die Schule verlassen.

DIIGO: Dieser Grundgedanke gilt auch für eine aktuelle Links-Datenbank. Dazu verwende ich gerne diigo.com . Auch eine spezielle Version für Education gibt es:

Diigo

Zoom Videokonferenzen – Top 10 Funktionen

Zoom Videokonferenzen ist die kompetenteste Seite, die ich zu ZOOM gefunden habe. Die Übernahme der Webseite erfolgt mit Zustimmung des Autors. Danke an Herrn Hauke Pölert , der noch viele weitere spannende Webseiten anbietet.

Zoom Videokonferenzen – Top 10 Funktionen

Inhaltsverzeichnis (10 Funktionen)

1 Zu Beginn der Videokonferen

1.1 Alle stummschalten

1.2 Beim Beitreten stummschalten

2 Während der Videokonferenz

2.1 Bildschirmfreigabe

2.2 Whiteboard

2.3 Kollaboratives Annotieren des Bildschirms / Whiteboards

2.4 iPad / iPhone-Bildschirm teilen

2.5 Einen Teil des Bildschirms freigeben

2.6 Dateitransfer über Chat

2.7 Break-out-rooms

3 Nach der Videokonferenz

3.1 Aufzeichnen der Konferenz und Speichern von Arbeitsergebnissen

4 Kurzfazit

5 Youtube-Tutorial zu den Top 10 Funktionen von Zoom

6 Zoom Videokonferenzen und Datenschutz

Bitte zu beachten, dass österreichische Bestimmungen und Vorgaben durchaus abweichen können.

Da gibt es noch etwas, das mir von Herrn Hauke Pölert so gut gefällt:

  • Nicht alles unhinterfragt übernehmen.
  • Chancen und das Positive dort sehen, wo andere nur Gefahren und Niedergang wittern.
  • Optimist qua natura – und das gilt insbesondere für den Beruf und die Schüler.
  • Ich komme aus der Fachdidaktik und Pädagogik – und nicht aus der Digitalität.
  • Die Digitalität bietet wunderbare Möglichkeiten, mit den Schülern zusammen neue Lernwege zu entdecken und zu gestalten.
  • Wissen und feste Strukturen sind und bleiben wichtig – die gut begründete Öffnung von Lehr- und Lernprozessen wird immer wichtiger.
  • Pädagogik vor Technik scheint mir eine unnötige Binsenweisheit zu sein – die Erfahrung zeigt, dass das leider nicht für alle gilt.
  • Und immer wieder die banale Erkenntnis: Schlechter Unterricht wird durch Tablets zu schlechtem tabletgestütztem Unterricht.
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