Digitale Grundbildung „Das iPad im Unterricht“

SchülerInnen 2-4

Im Rahmen der Digitalen Grundbildung wurde am NMS-Standort der Integrativen Schule Hernals in der 2. NMS als Schwerpunkt das Arbeiten mit Tablets festgelegt. Die Schüler_innen und Pädagog_innen bekommen für drei Wochen iPads zur Verfügung gestellt und in allen Unterrichtsfächern (Ausnahme: BuS & WE) wird das iPad als Unterstützung genutzt.

9. – 12. Jänner: Pädagog_innen machen sich mit den Apps und Classroom vertraut

13. – 17. Jänner: forschendes Lernen der Schüler_innen mit Apps und spezifisches Üben über Arbeitsaufträge durch Zuteilung mit Classroom è Problem: Apple TV lässt max. acht iPads online verbinden, dann schaltet es alle auf offline. Leider lässt sich dieses Funkloch, das am Vormittag auftritt, nicht beheben. Ab 12:30 und 13:00 wird die Verbindung besser und es ist phasenweise möglich, dass alle Schüler_innen online sind.

20. – 30. Jänner: Die iPads werden mit dem schulinternen Wlan verbunden und auf das Arbeiten über Classroom wird verzichtet.

Mathematik:

  • Kopfrechentraining mit Quick Math sehr beliebt bei Schüler_innen und Pädagog_innen
  • Shape fasziniert, da die Körper gedreht und aufgeklappt werden können
  • Bruchrechnen war den Schüler_innen zu mühsam am iPad … hier haben sie dann doch lieber zu Zettel und Stift gegriffen


Deutsch:

  • Letris – dieses einfache Wortspiel wurde von den Schüler_innen ab und zu gerne gespielt, war auf die Dauer ein zu einfaches Konzept.
  • Wort-Guru & Wortsuche hat den Ehrgeiz der Kinder geweckt die Wörter zu finden und sich gegenseitig zu übertrumpfen.
  • Textarbeit im JÖ Magazin in Kleingruppen und anschließende Themenrecherche (passend zum Text) im Internet bzw. auf den angegebenen Homepages.


Biologie:

  • Apps sind sehr farbenfroh gestaltet und die Schüler_innen in der 2. NMS fanden sie oft zu kindlich
  • Wir haben daher viel mit kurzen Lernvideos aus dem Internet gearbeitet (BU war von 13:15 – 15:05 und daher hatten wir häufig Internetverbindung 😊) und die Schüler_innen haben mit angepassten Arbeitsblättern in Kleingruppen oder Partnerarbeit gearbeitet


Geographie:

  • Die Atlas App motivierte die SchülerInnen interessante Hotspots weltweit zu finden und sich nicht nur topographisch, sondern auch inhaltlich mit verschiedenen Orten/Begriffen auseinanderzusetzen.
  • Durch abwechslungsreiche Inhalte entstanden passend zur App eigens gestaltete Arbeitsblätter, wodurch die SchülerInnen positiv zum Arbeiten angeregt wurden. Das Suchen am iPad und die Möglichkeit das Gefundene schriftlich festzuhalten, erwies sich als spannende und abwechslungsreiche Recherche.


Physik:

  • Erfindungen (Findus & Petterson) fanden 1/3 der Schüler_innen lustig, den anderen war es zu kindlich


Musik:

  • Piano spielten jene Schüler_innen gerne, die zuhause auch PC-Spiele favorisieren, bei den sie mit Tempo punkten. Interessant für uns Pädagog_innen war, dass die Schüler_innen tatsächlich glauben, dass sie damit ein Instrument erlernen können.

Da die vielen Lernspiele für unterschiedliche Fächer in der NMS alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren (Antwortkärtchen zur passenden Frage schieben)wurden sie für die Schüler_innen daher sehr rasch zu einem „try and error“ – Zuordnungsspiel, bei dem sie einfach nur die Antworten so lange verschoben bis sie fertig waren. Hat uns Pädagog_innen überrascht, die Schüler_innen hatten eine einfache Erklärung: „So macht man ganz rasch Punkte und kommt ein Level höher“ … nur das es hier keine Levels gab 😉


Resümee:

  • Lern-Apps müssen abwechslungsreich sein, sonst verfallen die Jugendlichen in ein reines Ausprobieren, um rasch ins nächste Level zu kommen
  • Wenig Apps für 12-14jährige
  • Hilfreiches Medium um Kopfrechnen und das 1×1 zu trainieren, da jedeR Schüler_in auf ihrem Leistungsniveau trainieren kann
  • Wenn das Internet funktioniert ein wunderbares Instrument, um rasch an Information zu kommen bzw. kurze Filme zu schauen
  • In den ersten beiden Wochen geht eine hohe Faszination von den iPads aus und die Schüler_innen interessieren sich in den Pausen sehr für die Spiele, die sie schon von zu Hause kennen. Danach lässt das Interesse an den Spielen nach und ca. 2/3 der Schüler_innen sind in den Pausen nicht mehr an den iPads interessiert.
  • Das Arbeiten mit dem iPad diente auf jeden Fall als Bereicherung im GW Unterricht. Besonders für das Erzielen topographischer Kenntnisse und Fähigkeiten erwies es sich als sinn- und zweckvoll.
  • Für das NMS Niveau waren in Deutsch wenig geeignete Apps vorinstalliert. Hier könnte für die nächsten Klassen noch ein wenig mehr installiert werden.
  • Das Arbeiten und der Einsatz der iPads war eine wichtige und interessante Erfahrung sowohl für die Schüler_innen als auch für die Pädagog_innen
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